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Kompetenzzentrum für grüne Mietverträge

Grüne Mietverträge - Green Leases

Green Building und Green Leases

eine gute Kombination

Das Konzept der Nachhaltigkeit, d.h. die Auswirkungen auf die Umwelt für künftige Generationen möglichst gering zu halten, ist schon seit längerem in aller Munde. Der Schutz der ökologischen Ressourcen ist mittlerweile für die Mehrheit der Unternehmen ein bedeutsamer Imagefaktor geworden. Bei Neubauten von Immobilien finden sich immer mehr sogenannte „Green Buildings“. Obwohl der Gesetzgeber und die Europäische Union bereits durch die Einführung von gesetzlichen Mindeststandards viel dafür getan haben, dass Immobilien erheblich energieeffizienter geworden sind, wollen viele Immobilieneigentümer, aber auch Mieter noch etwas mehr für die Nachhaltigkeit tun. Ein gutes Mittel hierfür sind die "grünen Mietverträge", deren Idee aus dem angloamerikanischen Raum stammt und dort "green leases" heißen.

Dieser Internetauftritt des Kompetenzzentrums für Grüne Mietverträge möchte Ihnen einen ersten Einblick in die Strukturen und Möglickeiten grüner Mietverträge geben.

Grüne Mietverträge aus internationaler Sicht

Zertifizierungen von Gebäuden - Green Buildings

So hat sich auch in Deutschland die international schon länger erfolgreiche Zertifizierung von Immobilien durchgesetzt, bei der im Übrigen neben den ökologischen häufig auch soziale und andere Faktoren eine Rolle spielen. Mittlerweile konkurrieren mehrere Zertifikatanbieter um die Gunst der Marktteilnehmer. In Deutschland sind die Zertifikate der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen e.V. (DGNB) wohl die bekanntesten Nachweise über die Nachhaltigkeit einer Immobilie. Angeboten werden die Zertifikate in den Klassen Bronze, Silber und Gold, je nachdem, wie viele Kriterien des langen Kataloges der DGNB für die jeweilige Immobilie erfüllt werden können. Bislang gab es derartige Zertifikate nur für Neubauten. Seit Oktober 2011 bietet die DGNB jedoch auch eine Zertifizierung von Bestandsgebäuden an. Weitere bekannte internationale Zertifikate sind LEED (Leadership in Energy and Environmental Design), welches vom U.S. Green Building Council im Jahre 1998 entwickelt wurde und BREEM (Building Research Establishment Environmental Assessment Method), das seinen Ursprung in Großbritannien hat. Während die internationalen Zertifizierungen vor allem die ökologische Nachhaltigkeit eines Gebäudes bewerten, umfasst das DGNB Zertifikat darüber hinaus auch den Lebenszyklus eines Gebäudes und berücksichtigt regionale Unterschiede.

Zusicherungen im grünen Mietvertrag

Bei allen Formen von Immobilien, ob Büro, Einzelhandel, Logistik, Produktion oder auch Wohnen: die „grünen Zertifizierungen“ werden immer beliebter. Dies hängt mit den zu erzielenden Kostenvorteilen durch eine schonende Verwendung von Ressourcen, aber auch mit dem zunehmenden Imagegewinn zusammen. Für diejenigen Unternehmen, die an einer Zertifizierung ihres künftigen Mietobjektes interessiert sind, empfiehlt sich aus rechtlicher Sicht bereits im Mietvertrag den erstrebten Standard, z.B. DGNB-Bronze, Silber oder Gold durch eine sogenannte „zugesicherte Eigenschaft“ zu regeln. Hiermit wird gewährleistet, dass der Mieter dem Vermieter im Falle des Nichterreichens der Zertifizierung - soweit noch möglich - auf Nachbesserung, oder ansonsten auf Schadensersatz bzw. Minderung in Anspruch nehmen kann. Wenn die Zertifizierung für den Mieter von derart überragender Bedeutung ist, dass er im Falle der ausbleibenden Zertifizierung die Immobilie gar nicht erst übernehmen will, sollte zudem ein ausdrückliches Kündigungsrecht in den Mietvertrag aufgenommen werden. Eine derartige zugesicherte Eigenschaft ist ein erster Schritt auf dem Weg zu einem grünen Mietvertrag.

Grüne Mietverträge Anforderungen an das Gebäude

Auch andere Anforderungen des Mieters an das Gebäude, z.B. im Hinblick auf die Energieeffizienz sollten detailliert in einem grünen Mietvertrag geregelt werden. Darüber hinaus ist es für den Mieter sinnvoll, ein allgemeines Recht auf Einsicht in alle relevanten Unterlagen in den grünen Mietvertrag aufzunehmen, um die Einhaltung der jeweiligen Anforderungen und Vereinbarungen überprüfen zu können. Grüne Immobilien sind jedoch nicht alles. Schließlich hat man erkannt, dass selbst hervorragend isolierte und mit Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien ausgestattete Gebäude noch dadurch verbessert werden können, dass auch der Mieter während der gesamten Nutzung gemeinsam mit dem Vermieter eine abgestimmte Nachhaltigkeitsstrategie verfolgt. Aus dieser Erkenntnis heraus wurden die „grünen Mietverträge“ geboren. Wenn Sie mehr über die grünen Mietverträge erfahren wollen, schauen Sie sich doch bitte unseren Bereich „Struktur Grüne Mietverträge/Green Leases“ an. Einzelne Klauselkonzepte für grüne Mietverträge finden Sie in den Bereichen "Green Leases Klauseln I" und "Green Leases Klauseln II". Wenn Sie einen schnellen Überblick über die Regelungsmechanismen gewinnen wollen, sind Sie unter "Green Leases kompakt" richtig.

Individuelle Rechtsberatung

Dr. Hans Felix Schäfer

Rechtsanwalt

Wenn Sie maßgeschneiderte Vertragslösungen für Ihr zukünftiges Immobilienprojekt oder für Ihre Bestandsimmobilie, ob als Mieter oder Vermieter suchen, können wir Sie gerne unterstützen. Herr Rechtsanwalt Dr. Hans Felix Schäfer berät seit vielen Jahren internationale und deutsche Unternehmen bei Immobilientransaktionen und Projektentwicklungen und ist Ihnen auch gerne dabei behilflich, Ihren (künftigen oder jetzigen) Mietvertrag „grüner“ zu machen.

Rechtsanwalt Dr. Hans Felix Schäfer
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